17.01.2024, ab 18:30 Uhr: „Forum Sport & Medizin“, Motto „Kind und Sport“

➔ 2. kostenfreies „Forum Sport & Medizin“ der Abteilung Sportmedizin & des ÖISM an der Universität Wien, Motto „Kind und Sport“
➔ Mittwoch, 17.01.2024, 18:30 - 20:30 Uhr
➔ Institut für Sport- und Bewegungswissenschaft, Universität Wien, Auf der Schmelz 6, Hörsaal 1, 1150 Wien
➔ Für alle Interessierten, ob Sportler*in, Athlet*in, Trainer*in, Sportwissenschaftler*in, Mediziner*in, Lehrkraft, Patient*in oder Studierende*r

Informationen zur Veranstaltungsreihe sowie unser Anmeldeformular finden Sie hier. Für einen kleinen Vorgeschmack haben wir nachfolgend Details zum Programm sowie zu den Referent*innen zusammengestellt.

Die Moderation des Forums übernehmen Univ.-Prof. Dr. Ina Michael-Behnke, Leitung des Kinderherzzentrums Wien, Medizinische Universität Wien, Universitätsklinikum AKH Wien sowie Univ.-Prof. Dr. Jürgen Scharhag, Leiter der Abteilung Sportmedizin, Leistungsphysiologie und Prävention und ÖISM, Institut für Sportwissenschaft, Zentrum für Sportwissenschaft und Universitätssport, Universität Wien. Wir freuen uns auf Sie!

So profitieren Kinder von Bewegung und Sport

Regelmäßige Bewegung und Sport verbessern die körperliche und seelische Gesundheit, die Lebensqualität und die Leistungsfähigkeit. Wenn Kinder regelmäßig Sport treiben, ob in der Schule oder im Verein, kann dies Kompetenzen in vielen Bereichen fördern – von sozialer Kompetenz, Teamgeist, Fairness bis hin zu gestärktem Selbstbewusstsein. Entsprechend sollte allen Kindern eine Teilhabe an Bewegung und Sport möglich sein.

Zu welchen Gesundheitsrisiken führen Übergewicht und Adipositas bereits bei Kindern und welche einfachen, präventiven Maßnahmen können Abhilfe schaffen? Welche Effekte hat ein zusätzliches Sportprogramm an Wiener Schulen gezeigt? Wie können Barrieren für blinde und sehbeeinträchtigte Schüler*innen im Schulsport abgebaut werden? Was ist aus sportmedizinischer Sicht bei Kindern und Jugendlichen im Sport zu beachten? Auf diese und weitere Fragen erhalten Sie am 17.01.2024 Antworten. Freuen Sie sich auf vier spannende Vorträge.

Vortrag 1: „Ernährung, Bewegung und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen – Ergebnisse des EDDY-Projekts“

„Übergewicht und Adipositas führen bereits bei Kindern zu erhöhten Gesundheitsrisiken. Unter anderem treten ein deutlich höherer Blutdruck, Knorpel- und Knochenveränderungen, Kreislauferkrankungen, Asthma und Allergien häufiger auf“, erklärt Univ.-Prof. em. Dr. Kurt Widhalm, Professor für Ernährungsmedizin, Leiter der Abteilung für Ernährungsmedizin, Medizinische Universität Wien, Präsident des Österreichischen Akademischen Instituts für Ernährungsmedizin (ÖAIE).

Als Folge von Bewegungsmangel, schlechter Ernährung und einem zu hohen Körpergewicht drohen Diabetes Typ-2 sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. „Je früher präventive Maßnahmen ergriffen werden, umso besser ist dies für die Gesundheit, Lebensqualität und Leistungsfähigkeit der Kinder.“

EDDY wurde als erste wissenschaftlich fundierte Präventionsstudie in Österreich zur Eindämmung der Adipositas-Epidemie auf Initiative des Herzfonds, vom ÖAIE und der Universität Wien, Institut für Sportwissenschaften, entwickelt. Ziel ist es, ein nationales Präventionsprogramm für Volksschulen zu entwickeln.

Vortrag 2: „Zusätzliches Sportprogramm an Wiener Schulen: Was bringt’s?“

„Bewegung, Spiel und Sport sind für eine ganzheitliche, gesunde Entwicklung von Kindern unerlässlich. Leider sind Kinder in Österreich, wie auch in anderen Ländern, immer weniger körperlich aktiv. Laut einer WHO-Studie bewegen sich 85 Prozent der Mädchen und 71 Prozent der Buben im Alter von elf bis 17 Jahren weniger als eine Stunde am Tag“, sagt Ass.-Prof. Dr. Rhoia Clara Neidenbach, BSc. M.Sc., Abteilung Sportmedizin, Leistungsphysiologie und Prävention, Institut für Sport- und Bewegungswissenschaft, Universität Wien.

„Viele Volksschüler*innen werden von ihren Eltern mit dem Auto zur Schule gefahren und verbringen ihre Freizeit häufig lieber vor dem Smartphone, dem Fernseher oder dem Computer als im Sportverein. Ein regelmäßiges körperliches Training fördert nicht nur die physische, sondern auch die mentale Gesundheit, verbessert die Konzentrationsfähigkeit und erhöht die Belastbarkeit. Eltern sollten ihre Kinder daher zu Sport animieren und darauf achten, dass Bewegung zu einem festen Bestandteil im Familienalltag wird.“

Regelmäßige Bewegung und Sport verbessern die körperliche und seelische Gesundheit, die Lebensqualität und die Leistungsfähigkeit. Wenn Kinder regelmäßig Sport treiben, ob in der Schule oder im Verein, kann dies Kompetenzen in vielen Bereichen fördern – von sozialer Kompetenz, Teamgeist, Fairness bis hin zu gestärktem Selbstbewusstsein.

Vortrag 3: „Bewegung für alle?! Perspektiven von Schüler*innen mit Blindheit und Sehbeeinträchtigung auf Bewegungs- und Sportunterricht“

Sport stärkt Kinder körperlich und psychisch. Eine gute Gesundheit und körperliche Leistungsfähigkeit, ein besseres Immunsystem, ein geringeres Risiko für Übergewicht und Herz-Kreislauferkrankungen, ein gestärktes Selbstbewusstsein, soziale Kompetenzen wie Konfliktfähigkeit, Teamgeist, Fairness und Verantwortung sind wesentliche Vorteile eines regelmäßigen körperlichen Trainings.

Entsprechend sollte allen Kindern eine Teilhabe an Bewegung und Sport möglich sein. Wie können Barrieren für blinde und sehbeeinträchtigte Schüler*innen im Schulsport abgebaut werden? U. a. darüber wird Assoz.-Prof. Dr. Stefan Meier, Leiter der Abteilung Sportpädagogik, Fachdidaktik Bewegung und Sport, Sozial- und Zeitgeschichte des Sports, Institut für Sport- und Bewegungswissenschaft, Universität Wien, sprechen.

Vortrag 4: „Was ist aus sportmedizinischer Sicht bei Kindern und Jugendlichen im Sport zu beachten?“

Für die körperliche und psychische Entwicklung ist Sport essenziell. Bei Kindern und Jugendlichen gibt es im Bereich Sportmedizin jedoch einiges zu beachten.

  • Worauf sollte man bei Wachstumsschüben achten?
  • Welches sind die häufigsten Sportverletzungen und Überlastungsschäden bei Kindern und Jugendlichen und wie lässt sich vorbeugen?
  • Welche Kinder und Jugendlichen sollten sich regelmäßig sportmedizinisch untersuchen lassen?
  • Unter welchen Voraussetzungen können Kinder mit chronischen Krankheiten, Herzproblemen, Asthma oder Übergewicht Sport treiben?

Antwort auf diese und weitere Fragen wird Dr. Erwin Kitzmüller, Stellvertretende Leitung des Kinderherzzentrums Wien, Medizinische Universität Wien, Universitätsklinikum AKH Wien, geben.

Bildnachweise:
- Kinder beim Fußball spielen: Pixabay, Robo Michalec
- Kinder beim Radfahren: Pixabay, Sylwia Aptacy

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