Gemeinsam Leben retten: Stammzelltypisierungsaktion am 21. Oktober am ÖISM

Für Menschen mit Leukämie oder anderen schweren Bluterkrankungen ist eine Stammzellspende oft die einzige verbleibende Behandlungsmöglichkeit. Ob sie einem Betroffenen tatsächlich zugutekommt, entscheidet sich in der Spenderdatenbank. Und dort fehlt oft noch der passende Typ. Umso wichtiger ist es, dass möglichst viele Menschen typisiert sind. Deshalb lädt das Österreichische Institut für Sportmedizin (ÖISM) in Kooperation mit dem Verein „Geben für Leben – Leukämiehilfe Österreich" zu einer Stammzelltypisierungsaktion ein. Seien Sie dabei. Mit minimalem Aufwand können Sie zum Hoffnungsträger für schwerkranke Menschen werden.

Eckdaten zur Aktion

  • Wann: Mittwoch, 21. Oktober 2026, von 9 bis 12 Uhr
  • Wo: Eingangsbereich des Österreichischen Instituts für Sportmedizin, Auf der Schmelz 6, 1150 Wien
  • Zeitaufwand: Nur wenige Minuten für einen einfachen Wangenabstrich

Warum Ihre Hilfe entscheidend ist

In Österreich erkranken durchschnittlich drei Menschen pro Tag an Leukämie. Jährlich sind über 300 Patient*innen, darunter viele Kinder, auf eine passende Stammzellspende angewiesen. Für etwa zehn Prozent von ihnen kann derzeit jedoch kein*e genetisch kompatible*r Spender*in gefunden werden.

Da die Wahrscheinlichkeit für ein passendes Match im Durchschnitt bei etwa 1:500.000 liegt, zählt jede einzelne Registrierung. Je mehr Menschen sich typisieren lassen, desto höher ist die Chance, im Anlassfall ein Leben zu retten. Eine passende Stammzellspende bedeutet bei Leukämie eine Heilungschance von bis zu 70 Prozent.

Wer kann sich typisieren lassen?

Eine Typisierung ist möglich für alle Personen, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Alter: Zwischen 16 und 45 Jahren
  • Gewicht: Mindestens 50 kg Körpergewicht
  • Gesundheit: Keine schwerwiegenden oder chronischen Erkrankungen

Wie laufen Typisierung und Spende ab?

  • Einfacher Wangenabstrich: Die Typisierung erfolgt direkt vor Ort, schmerzfrei mittels Wangenabstrich, um die HLA-Merkmale Ihrer DNA zu bestimmen.
  • Weltweite Datenbank: Ihre Daten werden anschließend bis zu Ihrem 61. Geburtstag pseudonymisiert in der internationalen Spenderdatei gespeichert.
  • Im Falle einer Spende: Zu etwa 90 Prozent werden die Stammzellen ambulant über das Blut herausgefiltert (periphere Stammzellspende). Nur in etwa 10 Prozent der Fälle erfolgt die Entnahme aus dem Beckenkamm unter Vollnarkose.
  • Gut zu wissen: Knochenmark und Rückenmark haben nichts miteinander zu tun – das Rückenmark bleibt bei einer Spende gänzlich unberührt.

Kommen Sie vorbei und werden Sie Lebensretter*in

Mit über 240.000 Typisierungen konnte der Verein „Geben für Leben“ bereits mehr als 900 Lebensretter*innen finden. Nutzen Sie die Gelegenheit, am 21. Oktober am ÖISM dabei zu sein und leisten Sie Ihren Beitrag.

➔ Weitere Informationen zur Arbeit des Vereins

Wir freuen uns auf Sie

Ihr Team des ÖISM

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