Studie zum „Herz des Freizeitsportlers“ veröffentlicht
Im renommierten European Journal of Preventive Cardiology hat Dr. Theresa Hofbauer (3. von links) im Rahmen ihres PhD-Studiums in der Abteilung Sportmedizin, Leistungsphysiologie und Prävention am Institut für Sport- und Bewegungswissenschaft der Universität Wien eine Studie veröffentlicht: „Das Herz des Freizeitsportlers: geschlechtsspezifische dreidimensionale echokardiographische Referenzwerte in Bezug zur VO₂peak“.
Das Foto, das Sie hier sehen, entstand im Rahmen der 90. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e. V. (DGK) 2024 in Mannheim. Dort wurde Dr. Theresa Hofbauer mit dem Hans-Blömer-Young Investigator Award für klinische Herz- und Kreislaufforschung ausgezeichnet.
Veränderungen am Herzen bei unterschiedlichen Fitnessniveaus
Dr. Hofbauer untersuchte das Herz von Freizeitsportler*innen mit unterschiedlichen Fitnessniveaus. Dafür wurden in ihrer Studie 291 gesunde Erwachsene (18 bis 35 Jahre, 44 % Frauen) mit regelmäßiger körperlicher Aktivität mit den neusten echokardiographischen Methoden (u .a. 3D-Ultraschall, Speckle-Tracking) systematisch untersucht. Um die körperliche Fitness zu ermitteln, wurde zusätzlich die maximale Sauerstoffaufnahme auf dem Fahrradergometer (VO2peak) als Maß für Ausdauerleistungsfähigkeit standardisiert analysiert.
Je höher die Fitness, desto größer die Herzvolumina
Die Ergebnisse zeigen: Je höher die Fitness bzw. Ausdauerleistungsfähigkeit, desto größer ist das Herzvolumen. Bemerkenswert ist hierbei u. a., dass bei gleicher Ausdauerleistungsfähigkeit (VO2peak) das Herz von Männern größer war als das Herz von Frauen. Außerdem zeigte sich, dass sich mit zunehmendem Fitnessniveau alle Herzhöhlen harmonisch vergrößern und somit bereits bei Freizeitsportler*innen eine physiologische Herzhypertrophie eintritt.
Hilfe für Ärzt*innen, zwischen gesunden Anpassungen und krankhaften Veränderungen des Herzens zu unterscheiden
Das Forscherteam um Prof. Scharhag hofft, dass diese Studie Kliniker*innen hilft, bei Freizeitsportler*innen besser zwischen physiologischen und pathologischen kardialen Anpassungen zu unterscheiden und somit etwaige Erkrankungen bei Sportler*innen frühzeitiger als bisher erkannt werden können.
Abstract zur Studie
➔ Zur Originalarbeit „The recreational athlete’s heart: sex-specific three-dimensional echocardiographic reference values in relation to VO₂peak Open Access“, veröffentlicht am 03.12.2025 im European Journal of Preventive Cardiology.
Bildnachweis: DGK / Thomas Hauss


